Die beeindruckende Geschichte des Gebäudes
Das Admiral Hotel, das stolz an der Kopenhagener Uferpromenade steht, blickt auf eine bemerkenswerte Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1787 reicht. Über Jahrzehnte hinweg war das Gebäude Zeuge zahlreicher Ereignisse, die sowohl die Stadt als auch das Land geprägt haben. Genau hier, an der Kaimauer des heutigen Hotels, florierte einst der maritime Handel mit großen Segelschiffen, und der Hafen war ein geschäftiger Knotenpunkt für Handel und Aktivität.
Bevor das Admiral Hotel entstand, war das Gebäude ursprünglich in zwei Teile aufgeteilt. Diese dienten als Getreidespeicher und Trocknungsmagazine, errichtet für die Handelsfirma Pingel, Meyer, Prætorius & Co. Heute gilt das Gebäude als wahres Juwel historischer und architektonischer Bedeutung. Die massiven, unverkleideten Holzbalken, die das Konstruktionsgerüst bilden, stammen aus Kiefernwäldern in Pommern – dem heutigen Deutschland und Polen – und sind in allen Zimmern des Hotels zu finden.
Die beiden Magazine waren einst Zentrum der Getreidetrocknung und Lagerung von Waren aus dem Osten. Sie boten Platz für etwa 30.000 Tonnen Getreide sowie einen Getreidetrocknungsofen, der heute in der Lounge des Hotels besichtigt werden kann. Der Mitteltrakt, der heute die beiden Lagerhäuser verbindet und unter anderem Aufzüge beherbergt, wurde erst 100 Jahre nach den Magazinen errichtet.
Über Jahrhunderte hinweg war das Gebiet rund um die Toldbodgade Schauplatz historischer Ereignisse wie Brände und Seegefechte. Nach dem verheerenden Brand von 1794, bei dem Schloss Christiansborg zerstört wurde, zog König Christian VII. nach Amalienborg – direkt neben den damaligen Getreidemagazinen. Seitdem hat das Admiral Hotel die besondere Ehre, Nachbar der dänischen Königsfamilie zu sein. Auch beim „Seegefecht auf der Reede“ und der britischen Belagerung im Jahr 1807 spielte das Gebäude eine Rolle: Verwundete wurden damals im alten Getreidetrocknungsofen untergebracht.
Das Admiral Hotel ist somit nicht nur ein Ort der Gastfreundschaft, sondern auch ein lebendiges Denkmal dänischer Geschichte.